INDIANER IM KÖNIGREICH
Der Reit- und Fahrverein Flieden e. V. hat auch in diesem Jahr wieder ein
Indianerlager
veranstaltet. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg auf der ganzen Linie.
Am 22. Juni 2002 hat der Reit- und Fahrverein Flieden e. V. alle Kinder und
jung geblichenen der
Region zum diesjährigen Indianerlager eingeladen. Und nachdem die Veranstaltung
im letzten Jahr
bereits großen Anklang fand, überstieg die Resonanz in diesem Jahr sämtliche
Erwartungen.
Die
Indianer kamen nicht nur aus den Fliedener Ortsteilen, sondern auch von weiter
her wie z. B. aus
Steinau an der Straße, Eichenzell und sogar aus Frankfurt. Insgesamt 49 Kinder
im Alter zwischen 5
und 13 sind der Einladung gefolgt. Einige kamen auf ihren Ponies geritten,
andere reisten mit dem
Auto an.
Die Ponies wurden zunächst auf die vorbereiteten Paddocks entlassen, wo sie
sich erst einmal
ausruhen konnten, während die Krieger und Kriegerinnen mit vereinten Kräften
ihre Zelte
aufschlugen.
Nachdem alle Indianer versammelt waren und jeder seinen Indianischen Namen
ausgewählt hatte,
wurde zuerst der Marterpfahl gebaut. Hierfür war ein großer Baumstamm
organisiert worden, auf den
die Kinder zunächst Gesichter und Zeichen vormalten. Diese wurden dann
von dem
Forstwirtschaftsmeister Dirk Rodel (einigen bekannt aus Wetten dass ...?" vom
17. März 2001) mit
der Motorsäge ausgeschnitten und anschließend mit vereinten Kräften bemalt.
Dann wurde er unter
großem Hallo aufgestellt und zur Begeisterung der Kinder schnitzte Dirk mit
der Motorsäge dann
sogar noch ein Eichhörnchen. Das krönte als Totem-Tier den Marterpfahl.
Nach einer kleinen Stärkung gingen die Rothäute daran, ihre Ausrüstung
herzustellen: Schilde,
Kopfschmuck und Medizinbeutel wurden liebevoll gebastelt. Dann wurden die
Ponies geholt und mit
Hilfe von Fingerfarbe liebevoll mit Kriegsbemalung versehen. Anschließend
legten dann auch die
Kinder die Kriegsbemalung an.
Nun konnten die Indianer ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Mit den
Ponies galt es zum
Beispiel, Ringe zu stechen, durch ein buntes Luftballonfeld zu reiten, Slalom
zu reiten, Wasser zu
schöpfen und das Pony von einem Wall aus zu führen. Auch ohne Kriegerponies gab
es einiges zu
bewältigen, so zum Beispiel einen Apfel ohne Hände aus einem Wassertrog zu
fischen, Tauziehen,
der starke Büffel und das gezähmte Pferd.
Als dann alle erschöpft waren, wurde das große Lagerfeuer entfacht. Und bei
Würstchen, Stockbrot,
Folienkartoffeln und.Marschmellows sammelten alle neue Kräfte. Zum Abschluss
gab es dann noch
eine Wanderung im Fackelschein um den nahe gelegenen Paddelteich, dann krochen
alle in ihre
Zelte.
Kurz nach Sonnenaufgang war für die ersten die Nacht bereits wieder zu Ende.
Hungrig machten sich
alle über das üppige Frühstücksbüffet her und vertilgten einen Großteil der
herbeigebrachten
Lebensmittel.
Nachdem alle gesättigt waren, wurden die Tische für den zweiten Fliedener
Flohmarkt „Rund ums
Pferd" aufgestellt. Hier bot sich die Gelegenheit, einige Schnäppchen zu machen
und Handel zu
treiben.
Nach und nach wurden die wilden Indianer wieder eingesammelt und kehrten zurück
in die
Zivilisation.
Der Abschied ist allen schwer gefallen. Auf die Frage hin, was
denn besonders gut
gefallen habe, kam die Antwort „einfach alles. Da war nichts, was uns nicht
gefallen hat.
Auf diese Antwort können die Veranstalter des Indianerlagers stolz sein - und
sind es auch. Und sie
sind sich einig: auch im kommenden Jahr soll es wieder ein Indianerlager geben,
bei dem sich alle
wieder treffen und ein aufregendes und erlebnisreiches Wochenende auf dem
Reitplatz des Reit- und
Fahrverein Flieden e. V. verbringen können.
Kirsten Denker
-Pressewartin-